Günther Groenhoff

Günther Groenhoff – Luftsportpionier

Pioniere haben es nicht leicht – umso größer der Ruhm und die Ehre, die Ihnen gebührt. Einer dieser jungen Männer, die den Segelflugsport voran gebracht haben, war der Fluglehrer und Forschungspilot Günther Groenhoff. Groenhoff entdeckte den Nutzen der Gewitterwolken-Thermik für das Segelfliegen und stellte mit Hilfe seiner Entdeckung den ersten Segelflug-Langstreckenrekord auf. Umso tragischer, wie so oft im Heldenepos, war der Tod, der den jungen Mann im Alter von 24 Jahren ereilte. Dem jungen Günther Groenhoff wurde seine eigene Errungenschaft zum Verhängnis.

Absturz mit dem Fafnir

Am Sonnabend, den 23. Juli 1932, stieg Groenhoff mit seinem Sportflugzeug Fafnir im Zuge des 13. Rhönwettbewerbs während dem Aufkommen eines Gewitters auf, um wohl in bewährter Manier die entstehenden Thermikströme zu nutzen. In der Luft, bei starken Böen sah sich der Luftfahrtpionier wahrscheinlich zum Notabsprung mit dem Fallschirm genötigt. Ob sich der Schirm richtig öffnete, ist bis heute ungeklärt. Sicher ist nur, dass der gebürtige Niedersachse am „Hutweg“ nahe dem Poppenhäuser Ortsteil Tränkhof („Strutt“) am Fallschirm hängend mit zertrümmertem Schädel tot im Wald gefunden wurde. Günther Groenhoff geht als Wegbereiter des Segelflugs in die Geschichte ein.

Absturzstelle

Nach seinem Absturz während des 13. Rhönwettbewerbes (1932) wurde sein lebloser Körper nahe dem Poppenhausener Ortsteil Tränkhof vom Tränkhofer Landwirt und Waldbesitzer Josef Kümmel gefunden. Ein Gedenkstein markiert heute die Absturzstelle.

Karte zur Absturzstelle Groenhoffs
Karte zur Absturzstelle Groenhoffs

Absturzstelle Günther Groenhoff (rot eingekreist)
Die Lagestelle gibt Ihnen einen Überblick der Absturzstelle. In der eingekreisten Fläche befindet sich heute eine Gedenktafel, zu Ehren Günther Groenhoffs.

Karte: Gedenktafel zu Ehren Groenhoffs
Karte: Gedenktafel zu Ehren Groenhoffs

Dieses Bild zeigt, wo sich die Gedenktafel heute befindet (roter Punkt) und beschreibt gleichzeitig die Nähe der Absturzstelle zum Poppenhäuser Ortsteil Tränkhof.
Am linken Bildrand ist Tränkhof zu sehen. Der Weg entlang der rot markierten Gedenktafel bis zum Ortseingang heißt „Hutweg“.

Gedenken

Auf der Wasserkuppe erinnert das „Groenhoff-Haus“ an diesen Segelflugpionier. Hier befindet sich heute die hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön.

Wegweiser Gedenktafel
Wegweiser Gedenktafel

Zu sehen ist der Wegweiser, der sich direkt am Hutweg befindet.

Günther Groenhoff: Gedenktafel
Günther Groenhoff: Gedenktafel

Vom Wegweiser etwa zehn Meter weiter befindet sich die eigentliche, ursprüngliche Gedenktafel in Erinnerung an Groenhoff.

Inschrift der Gedenktafel & Errungenschaften

Die Inschrift des Wegweisers und der eigentlichen Gedenktafel sind identisch. Sie nennen den Namen des Segelflugpioniers Günther Groenhoff, geboren am 07. April 1908 und tödlich verunglückt nahe Tränkhof am 24. Juli 1932 sowie seine bedeutendsten Flüge:

„Wasserkuppe – Magdeburg 220km
Im Zweisitzer 1250m 33km
München – Kaaden 272 km
Jungfrau – 3400m Bern – Interlaken
Kuppe – Berlin“Gedenktafel am Hutweg, Tränkhof, OT Poppenhausen

Mit diesen Daten sind gemeint:

  • Der Streckenweltrekord von der Wasserkuppe nach Magdeburg am 28.07.1931 über 220 km.
  • Der doppelte Rekordflug am 30. Juli 1930 zusammen mit Leo Bub im Zweisitzer „Rhönadler“: 1250 m Höhe und 33 km Strecke
  • Der Flug von München nach Kaaden am 04. Mai 1931 über 272 km.
  • Sein Flug vom Jungfraujoch(Höhe: 3400m; in der Kantonsgrenze Berns) nach Interlaken.
  • Der Flug von der WasserKuppe nach Berlin.